buddhachannel Die buddhistischen Traditionen der Welt

016_CINQ_AGREGATS

Die Fünf Aggregate

Comprendre l'Être Humain

Sanskrit Pañca Skandha
Pāli Pañca Khandha

Der Buddha lehrt, dass das, was wir nennen:

Begriffe

Sanskrit: Pañca Skandha (पञ्चस्कन्ध)

Pali: Pañca Khandha

Etymologie

Das Sanskritwort Skandha bedeutet:

— Haufen;

— Aggregat;

— Gruppe;

— Gesamtheit.

Der Buddha verwendet diesen Begriff, um die Elemente zu beschreiben, die die menschliche Erfahrung ausmachen.

Die Fünf Aggregate sind keine fünf separaten Objekte.

Sie wirken in jedem Moment unseres Lebens zusammen.

Übersetzungen in den großen Sprachen des Buddhismus

Sanskrit : Pañca Skandha

Pāli : Pañca Khandha

Chinois : 五蘊 (Wǔyùn)

Tibétain : ཕུང་པོ་ལྔ་ (Phungpo Nga)

Japonais : 五蘊 (Goun)

Coréen : 오온 (Oon)

Vietnamien : Ngũ Uẩn

Thaï : ขันธ์ห้า (Khan Ha)

Anglais : Five Aggregates

Français : Cinq Agrégats

Definition

Der Buddha lehrt, dass das, was wir nennen:

„ich“,

„Ich“,

„meine Identität“,

keine feste und permanente Entität ist.

Die menschliche Erfahrung besteht aus fünf sich ständig wechselseitig beeinflussenden Aggregaten.

Das Studium der Fünf Aggregate ermöglicht das Verständnis der Lehre vom Nicht-Selbst (Anattā).

Erstes Aggregat

RŪPA

Die Form

Der physische Körper.

Die Materie.

Die Objekte der Welt.

Alles, was eine materielle Dimension besitzt.

Zweites Aggregat

VEDANĀ

Die Empfindungen

Die angenehmen Empfindungen.

Die unangenehmen Empfindungen.

Die neutralen Empfindungen.

Jede Erfahrung erzeugt eine Empfindung.

Drittes Aggregat

SAÑÑĀ

Die Wahrnehmungen

Eine Form erkennen.

Einen Klang identifizieren.

Eine Erfahrung benennen.

Die Wahrnehmungen ermöglichen es dem Geist, die Welt zu interpretieren.

Viertes Aggregat

SAṄKHĀRA

Die geistigen Formationen

Absichten.

Gewohnheiten.

Reaktionen.

Emotionen.

Konditionierungen.

Alles, was unsere Reaktionen auf die Welt bildet.

Fünftes Aggregat

VIÑÑĀṆA

Das Bewusstsein

Das visuelle Bewusstsein.

Das auditive Bewusstsein.

Das mentale Bewusstsein.

Das Bewusstsein, das jede Erfahrung begleitet.

Warum sind die Fünf Aggregate wichtig?

Weil sie es ermöglichen, das zu beobachten, was wir gewöhnlich nennen:

„ich“.

Der Buddha zeigt, dass jedes der fünf Aggregate:

— erscheint;

— sich verändert;

— verschwindet.

Keines von ihnen ist permanent.

Keines von ihnen bildet ein absolutes Selbst.

Die Fünf Aggregate und das Nicht-Selbst

Wenn wir aufmerksam untersuchen:

den Körper,

die Empfindungen,

die Wahrnehmungen,

die Gedanken,

das Bewusstsein,

entdecken wir, dass sie sich ständig ändern.

Diese Beobachtung führt zum Verständnis von:

008_ANATTA

Das Nicht-Selbst.

Ein einfaches Bild

Ein Karren besteht aus:

— Rädern;

— einer Achse;

— einer Plattform;

— verschiedenen Teilen.

Kein einzelnes Teil ist der Karren.

Aber ihre Zusammensetzung bildet das, was wir „Karren“ nennen.

Auf die gleiche Weise bilden die fünf Aggregate das, was wir eine Person nennen.

Verständnis nach Traditionen

THERAVĀDA

Die fünf Aggregate sind das Herzstück der Erfahrungsanalyse und der Vipassanā-Meditation.

MAHĀYĀNA

Das Studium der Aggregate führt zum Verständnis der Leerheit (Śūnyatā).

VAJRAYĀNA

Die Aggregate werden im Laufe des spirituellen Weges in Weisheit umgewandelt.

Verbundene Bilder und Symbole

DER KARREN

Klassisches Bild, das verwendet wird, um die Abwesenheit eines permanenten Selbst zu veranschaulichen.

DER SPIEGEL

Sich ständig änderndes Spiegelbild der Erfahrungen.

DER FLUSS

Kontinuierlicher Fluss von Phänomenen.

DER LOTUS

Progressives Verständnis der Realität.

Verwandte Konzepte

007_ANICCA

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Zitat

„Die Form ist nicht das Selbst.Die Empfindung ist nicht das Selbst.Die Wahrnehmung ist nicht das Selbst.Die geistigen Formationen sind nicht das Selbst.Das Bewusstsein ist nicht das Selbst.“

— Anattalakkhaṇa Sutta

Buddhachannel — Eine einfache Übung

Beobachten Sie heute eine Emotion.

Dann fragen Sie sich:

Ist sie meine Identität oder nur eine vorübergehende Erfahrung?

Beobachten Sie anschließend:

Ihren Körper,

Ihre Empfindungen,

Ihre Gedanken,

Ihre Reaktionen.

Sehen Sie, wie alles in Bewegung ist.

Die Fünf Aggregate laden uns ein, eine umfassendere Realität zu entdecken als die begrenzte Vorstellung, die wir von uns selbst haben.

Schlüsselwörter

Pañca Skandha • Khandha • Fünf Aggregate • Nicht-Selbst • Bewusstsein • Empfindungen • Wahrnehmungen • Körper • Meditation • Buddhismus

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